As much as possible – Lebenslanges Lernen

Euro-FH schreibt Promotionsstipendium in Höhe von 24.000 Euro  zum Thema „Weiterbildung an Hochschulen“

Im Zuge der wissenschaftlichen Arbeit soll die Weiterbildung an Hochschulen vor allem vor dem Hintergrund des lebenslangen Lernens untersucht werden. Die Euro-FH bietet das Stipendium in Kooperation mit der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld an.

Lebenslanges Lernen – was heißt das denn genau? Wir haben doch schon von unseren Eltern gehört: „Du lernst ja nicht für die Schule, sondern für´s Leben.“ Oder: „Man lernt nie aus.“ Also eigentlich nichts Neues oder? Die wikipedia-Definition lautet:

Lebenslanges Lernen ist ein Konzept, Menschen zu befähigen, eigenständig über ihre Lebensspanne hinweg zu lernen. Lebenslanges Lernen setzt auf die Informationskompetenz des Einzelnen und hat deshalb Aufnahme in viele bildungspolitische Programme gefunden.

Eigenständig über die Lebensspanne hinweg zu lernen – eine Fähigkeit, die jeder Fernstudent in irgendeiner Form hat oder haben sollte, finde ich. Das heute eine „normale“ Schulbildung und Studium nicht mehr alltäglich ist und die unterschiedlichsten Lebenskonzepte verschiedenste Lebensläufe produzieren, ist  mittlerweile klar. Manchmal empfindet man es fast schon als „langweilig“ wenn jemand einen „normalen“ Lebenslauf hat. Ich habe den Eindruck, das das, was früher vielleicht mal als Tabu bei Personalern galt – heute gefragt ist: Hauptsache anders. Verkehrte Welt 🙂

Aber dieser Form der Individualisten muss natürlich auch der „Fernlern-Sektor“ gerecht werden. Schließlich bietet sich hier die Chance, Bildung individuell in das eigene Lebenskonzept zu integrieren. Unabhängig sein heißt heute, sowohl beruflich als auch persönlich so viel Freiraum wie möglich zu haben – und vor allem räumlich unabhängig zu sein. Die Welt des Internets macht es möglich. Im Bezug auf Bildung spielt diese Individualität eine immer größere Rolle.

Ob das alles gut ist? Schwer zu sagen. Der Leistungsdruck steigt eigentlich kontinuierlich, gerade auf die jüngeren Generationen. Es macht den Eindruck, als müsste man sonst was für Qualifikationen, Erfahrungen und Auslandsaufenthalte vorweisen, um einen guten Job zu bekommen. Das alles möglichst schon mit 25 Jahren. Und wenn nicht?

Jeder sollte herausfinden, was für ihn persönlich richtig ist – und zwar zu dem gerade aktuellen Zeitpunkt. Mag sein, dass man später mal denkt: „Hätte ich dies oder jenes gemacht oder nicht gemacht, dann …“. Zu dem damaligen Zeitpunkt ist es aber vielleicht genau so richtig gewesen. Im Nachhinein lässt es sich ohnehin nicht mehr ändern. Und wenn man dann kein Studium oder keinen Auslandsaufenthalt vorweisen kann, hat man stattdessen vielleicht andere Erfahrungen gemacht. Jeder Lebenslauf ist schließlich einzigartig – und das ist gut so.

Ich hoffe, dass die Ergebnisse der Forschungsarbeiten genauso veröffentlicht werden wie die Ausschreibung des Stipendiums. Man darf gespannt sein, wie sich dann die Euro-FH und andere Anbieter weiterentwickeln und welche Lebensläufe wir in Zukunft „produzieren“ 😉

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2 Kommentare zu As much as possible – Lebenslanges Lernen

  1. Gesine sagt:

    Huhu Stephanie,

    man dein Blog macht echt Lust auf mehr, oder darauf endlich mal mit dem Studum anzufangen 😀 … Bei mir beginnt das Semester ja erst „Wirtschaftspsychologie & BWL an der euro-FH“ Bin mal gespannt wie es wird …

  2. Hallo Gesine!
    Ich wünsche dir viel Erfolg und einen guten Start ins Studium – wenn du Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung. Am Anfang ist ja alles noch ganz neu 😉 Viele Grüße!

    PS: Habe mir erlaubt, deine URL von .de in .com zu ändern, ich glaube, das ist dein Blog oder?

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