Seminar „Einführung in das Studium“

Es ist zwar schon etwas länger her, aber der Vollständigkeit halber krame ich mal in meinen Erinnerungen an das Einführungsseminar in das Studium an der Euro-FH in Hamburg. Das Seminar gehört im Studiengang Logistikmanagement zum Fach allgemeine BWL & Management.

Ähnlich wie die Euro-FH würde ich auch empfehlen, das Seminar möglichst früh zu Anfang des Studiums zu besuchen. Man lernt die Leute von der FH kennen und bekommt ein Gefühl dafür, wie das so läuft. Und vor allem: man lernt Kommilitonen kennen, die ungefähr gleichzeitig angefangen haben zu studieren. Meistens ergeben sich daraus Kontakte oder Freundschaften, man tauscht sich aus, unterstützt sich im Verlauf des Studiums, bildet Lerngemeinschaften etc.

Übrigens: An dem Einführungsseminar kann man ohne Studienanmeldung kostenlos teilnehmen und sozusagen in die Euro-FH „reinschnuppern“. Eine gute Gelegenheit, wenn man sich noch nicht ganz sicher ist, welche Fernhochschule man wählen soll. Mehr dazu steht im Infomaterial – und Hamburg ist immer eine Reise wert 🙂

Bei der Euro-FH angekommen, findet man eine Gruppe von ca. 20 Mitstudenten vor und das Seminar geht los. Zum größten Teil geht es nach einführenden Worten an das Planspiel „Factory“, dass die grundlegenden Aufgaben und Funktionen in einem Unternehmen darstellen soll. In Gruppen von 4 Personen muss man die verschiedenen Abläufe managen, von Einkauf, über Lager, Produktion und Vertrieb. Dazu gehören die Grundzüge der GuV und der Bilanz. Ich hatte als Vorbereitung das erste Studienheft aus BWL & Management gelesen – hier kommen GuV und Bilanz bereits dran. Dadurch fand ich mich auf jeden Fall besser zurecht. Wenn man eine kaufmännische Vorbildung hat, fällt das sicherlich weg, da diese Sachen einem dann wahrscheinlich geläufiger sind.

Aber keine Sorge: es gibt genügend Leute dort, die es auch nicht alles können und es wird vor allem auch nicht erwartet! Die Tutoren benutzen das Spiel eher zum spielerischen Verstehen und Erlernen eben dieser Grundzüge und erwarten keine ausgebildeten BWLer. Zum Schluss wird dann von jeder Gruppe eine Aufgabe gelöst, die vom Stil her einer späteren Prüfungsaufgabe ähnelt. Die richtigen Lösungen werden entsprechend erklärt und diskutiert. Dadruch wird das unbekannte Mysterium „Prüfungsaufgabe“ aufgelöst und man stellt fest: so schwer ist es eigentlich gar nicht 😉

Zusätzlich zu den BWL-Teilen des Seminars gibt es einen kleinen Englisch-Exkurs. Ein sehr netter Engländer (wirklich ein Original), dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, zeigte uns ein paar Does & Don’ts der englischen Sprache auf. Ausserdem hatte er gute Tipps für die (damals noch in weiter Ferne stehende) Abschlussprüfung dabei, die ich zu gegebener Zeit (bald) wieder herauskramen werde. So Banalitäten, wie man z.B. das Datum richtig schreibt, wie Engländer das Aussehen eines Briefs erwarten und so weiter. Dinge, die eigentlich nicht schwer sind, aber nachher ordentlich Fehlerpunkte bringen können. Fand ich gut 🙂

Der letzte Teil des Seminars war dann ein kleiner Vortrag zum Zeitmanagement des Lernens im Fernstudium. Wie kann ich mich organisieren? Wie lerne ich möglichst effektiv? Wann sollte man lernen, wann besser nicht? Viele hilfreiche Ideen und Anstöße wurden aufgezeigt. Was man davon mitnimmt oder sogar selbst anwenden kann – bleibt jedem selbst überlassen. Was ich für mich daraus gemacht habe, findet ihr unter den Tags Motivation, Zeit und Ziele.

Wichtig fand ich aber auch die theoretischen Erkenntnisse aus der „Lernforschung“: z.B. kann unser Gehirn in der Regel nicht mehr als 1 Stunde effektiv lernen, danach braucht es eine Pause. Diese muss ja nicht lang sein, sollte aber auch bewusst verbracht werden. In den kurzen oder auch langen Pausen (nach mehreren Einheiten) und vor allem direkt nach dem Lernen, soll man weder im Internet surfen, noch arbeiten, Fernseh schauen oder ähnliches. Alles, was man da wieder an Informationen aufnimmt, ‚überschreibt‘ einen Teil des gerade zuvor Gelernten. Damit war das Lernen nicht effektiv und man wiederholt später viel mehr.

Was man machen kann: aus dem Fenster schauen, die Spülmaschine ausräumen, Zimmer aufräumen o.ä. – warum? Weil das Gehirn angeblich erst nach und nach das neu gelernte Wissen mit dem schon vorhandenen Wissen verknüpft und dadurch leichter wieder abrufen bzw. sich überhaupt merken kann. So weit meine Erinnerungen an die vorgestellten Lernstrategien – alle Angaben sind aus meinem Kopf und daher ohne Gewähr. Probiert es aber einfach mal selbst aus, es funktioniert tatsächlich. Besonders gut ist es, wenn man das gerade gelernte (wenn es einen interessiert) nach dem Lernen jemandem erzählt. Man kann plappern wie ein Wasserfall und stellt später beim Wiederholen für die Klausur o.ä. fest, dass man das damals erzählte auch noch (leichter) abrufen kann.

Jetzt, wo ich über das Seminar auf die Lernstrategien gekommen bin, fällt mir ein, dass meine 2-3 Wochen Lernpause diese Woche rum sind und es wieder los geht … mit einem lachenden und einem weinenden Auge 😉

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