Zeit zum Lernen – Lernzeit sollte effektiv sein!

Ein Fernstudium ist natürlich mit einem enormen Zeitaufwand verbunden. Im System der Euro-FH hat man sehr viel Freiraum, was diese Zeit angeht. Es gibt zwar Termine, die man einhalten muss, aber die setzt man sich weitestgehend selbst. Das erfordert eine Menge an Dispziplin und Eigeninitiative. Es ist allerdings echt wichtig, dass man die Zeit, die man mit Lernen verbringt, auch effektiv nutzen kann. Wenn man also müde, von der Arbeit geschafft, schlecht gelaunt ist oder schlicht keinen Bock hat – dann sollte man auch nicht lernen. Klingt jetzt so, als würde man immer eine „Ausrede“ finden 😉

Stimmt aber nicht, denn wenn man sich zu einem Fernstudium entschlossen hat, war ja vorher klar, dass das auch mit Arbeit verbunden ist. Nur ist es eben so, dass man die Aufnahmefähigkeit seines Gehirns nutzen sollte, wenn sie auch voll einsatzfähig ist. Also dann lernen, wenn man „Lust“ dazu hat. Schließlich macht man sich die ganze Arbeit, um ein Studium zu absolvieren. Es gibt also eine Grundmotivation – die man nur aktivieren muss.

Am Anfang habe ich versucht, mir einen genauen Wochenplan zu machen, wann ich lernen will. Montags abends, Dienstags abends, Donnerstags und dann noch an einem Nachmittag am Wochenende. Das ist neben einem Vollzeit-Job mit entsprechenden Überstunden schon ziemlich viel. Wenige Wochen konnte ich mich an meinen Plan halten. Nach und nach fing er dann an zu brökeln, es gab hier eine Ausnahme und da einen wichtigen Termin usw. Schließlich stellte ich fest, dass dieses Konzept (mit mir) nicht funktioniert. Es gab einfach zu viele Ausreden, zu viel schönes Wetter und gute andere Gründe, jetzt doch nicht zu lernen 🙂

Nur so kommt man leider nicht weiter. Nach einigen Hochs und Tiefs habe ich inzwischen ein ganz gutes System gefunden, mir die Lernzeit einzuteilen. Grundsätzlich lerne ich nur dann, wenn ich auch in der Stimmung dazu bin. Das heißt, dass meine eigene Einstellung damit „einverstanden“ ist, zu diesem Zeitpunkt zu lernen. Ist das nicht der Fall, würde ich mich zum Lernen zwingen und damit nicht effektiv arbeiten können. Ohne entsprechende Motivation geht es also nicht. Da ich einen ausgeprägten Ehrgeiz habe, dieses Studium erfolgreich und relativ zügig abzuschließen, setze ich mir selbst Termine . Das hilft, einen gewissen „Grunddruck“ zu erzeugen, der die Aufmerksamkeit auf das Studium und weg von anderen Dingen lenkt. Selbstverständlich muss man diesem Druck auch mal entweichen und z.B. bei 25° Grad den Tag mit Sonnenschein im Park verbringen – Erholung ist der zweite wichtige Punkt! Immer wieder gibt es Phasen, in denen man einfach nicht lernen will oder kann. Dann sollte man sich auch bewusst erholen und vom Lernen ausruhen.

Mein Konzept lautet also: Ziele setzen, Erholungsphasen nehmen, wenn sie notwendig sind und aus erreichten Zielen neue Motivation ziehen! Nichts puscht mehr als der Erfolg … 😀

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3 Kommentare zu Zeit zum Lernen – Lernzeit sollte effektiv sein!

  1. Daniel sagt:

    Hi, kann ich voll und ganz unterschreiben. Studiere seit Februar 2010 Medieninformatik (Master) an der Wilhem-Büchner-Hochschule. Anfangs machte ich mir auch einen Plan zum lernen, dieser war allerdings so vollgestopft das keine Zeit mehr für anderes blieb. Heute schau ich das ich jeden Tag 1-2 Stunden nach der Arbeit lerne. Manchal klappt es, manchmal nicht. Lust sollte aber für effektives lernen immer dabei sein, deswegen lass ich auch mal den einen oder anderen Tag ausfallen.

    Übrigens, schöner Blog, Werde von nun an regelmäßig vorbeisehen.

    Grüße Daniel

  2. Hallo! Schließe mich an, schöner Blog! 🙂
    Der Antrieb zum Lernen bekomme ich durch zwei Aktivitäten: ich verbiete mir einfach selbst andere Dinge, aus purer Einsicht und zweitens rufe ich mir in Erinnerung, was ich mit dem erreichen möchte, was ich zu tun habe!
    So stehe ich vor der Wahl, entweder kurzzeitige Vergnügungen zu haben oder etwas langfristiger dann ein Studium zu absolvieren.
    Natürlich wähle ich die Ziele etwas kurzfristiger, damit sie mit dem kurzzeitigen Vergnügen konkurrieren können. 🙂 Da wäre die erledigte TMA oder die gute Note im Kurs, eine erlernte Fähigkeit wie Notizen machen, mit der ich besser voran komme – also ein Ziel! Wenn es schwer anläuft, setze ich mir ganz kurzfristige Ziele, also dass ich schonmal das Buch herhole oder noch kürzer, wie aufstehen und nur mal hinsetzen! So kann ich meine Motivation selbst steuern…! 🙂
    Wie du es schön gesagt hast – sich an die schönen Momente nach einem Erfolg zu erinnern, motiviert ungemein! Pausen sind auch wichtig, wenn mir jetzt gar kein Ziel einfällt, dann einfach erholen!

    Schöner Beitrag! 🙂

  3. Danke für das schöne Lob 🙂
    Bei dem aktuellen Wetter muss ich sagen, dass neben dem Motivationsproblem jetzt auch noch ein Konzentrationsproblem hinzu kommt. Oder kann jemand bei der Wärme vernünftig lernen?? Wenn jemand Tipps hat, nur zu 🙂

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